• 1715_joechlTRAGSEILER_Parallel Vienna 2016
  • jöchl, tragseiler, guggenheim helsinki, jöchlTRAGSEILER, Guggenheimrahmen, 1715
  • jöchl, tragseiler, guggenheim helsinki, jöchlTRAGSEILER, Guggenheimrahmen, 1715
  • jöchl, tragseiler, guggenheim helsinki, jöchlTRAGSEILER, Guggenheimrahmen, 1715
  • jöchl, tragseiler, guggenheim helsinki, jöchlTRAGSEILER, Guggenheimrahmen, 1715
09/19/2016

one thousand seven hundred fifteen

guggenheimframe, 23x23cm, 2016

1.715 Einreichungen zählt der Architekturwettbewerb in Helsinki insgesamt und »one thousand seven hundred fifteen« ist auch der Titel der vierteiligen Arbeit, die derzeit dem von joechlTRAGSEILER bespielten Raum in der Alten Post den museumskonformen slicken Touch verschafft. Hochglänzendes dunkles Steinzeug, je durch einen Guggenheimrahmen begrenzt, zeigen eingravierte, auf Grundlinien reduzierte, Einzelentwürfe dieser Einreichungen.

Mit den aktuell gezeigten Arbeiten verhelfen sich joechlTRAGSEILER selbst zu Partizipation und erschaffen ihr Handlungsfeld immer wieder neu. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum und der Gentrifizierung führt sie über den Kunstbetrieb in das Imaginäre: Das Unsichtbare, das sichtbare Spuren hinterlässt. Mittels minimal subversiven Eingriffen fokussieren sie die Aufmerksamkeit auf konstitutive Aspekte der Kulturindustrie; lenken den Blick gezielt auf die Grotesken und Defizite dieser Maschinerie. Die bewusst reduzierte Formensprache lässt kaum mehr Interaktion zu und geht über klassische Interventionsstrategien hinaus. Die subtile Stille, die ihre eigentlich laut konzipierten Arbeiten hinterlassen, ist somit Ergebnis einer permanenten Infiltration, eines immer andauernden analysierenden Prozesses im Modus der Unterwandung.

Zur Werkzeugleiste springen