• Alexander Jöchl, Wolfgang Tragseiler, Panorama Museum, Salzburg Museum, jöchlTRAGSEILER,
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01/16/2017

REFLECTION

„Reflection I – III Rehrlplatz“ Digitalprint 84x70cm, 150x70cm & 122x70cm, Salzburg, 2016

The artist collective joechlTRAGSEILER sees Salzburg‘s Rehrlplatz in a field of tensi- on between historic buildings and new architecture. It is a place whose design has been discussed for decades without reconciling different needs.Thus, the respective self-interests of the neighbors, the real estate developers and the city politics face each other. All wishes should be compatible with the requirements of the UNESCO World Cultural Heritage Commission. What should be preserved, what can arise here, who should live here and what functions should this place fulfill? Should there be a tunnel exit or a residential complex? Is Rehrlplatz a place for all or for a few? Who decides, and what about the participation of city dwellers? These are questions, concern, towards a prime location in heart of the city of Salzburg, questions that can not only be answered by politics.
The artists do not directly display the space within their visuals. They play by hinting and obscuring, with rumors and around stories of the perceptions at and around the Rehrlplatz.

text: Eva Jandl-Jörg

Das Künstlerkollektiv joechlTRAGSEILER sieht den Salzburger Rehrlplatz in einem Spannungsfeld zwischen historischer Bausubstanz und neuer Architektur. Es ist ein Ort, über dessen Gestaltung seit Jahrzehnten diskutiert wird, ohne dass die unterschiedlichen Bedürfnisse miteinander zu versöhnen wären. So stehen einander die jeweiligen Eigeninteressen der Anrainer, der Immobilienentwickler und der Stadtpolitik gegenüber. Und alle Wünsche sollten mit den Ansprüchen der UNESCO-Weltkulturerbekommission vereinbar sein. Was soll bewahrt werden, was kann hier entstehen, wer soll hier leben und welche Funktionen soll dieser Platz erfüllen? Soll es eine Tunnelausfahrt geben oder eine Wohnanlage? Ist der Rehrlplatz ein Ort für alle oder für wenige? Wer entscheidet darüber, und wie steht es mit der Partizipation der Stadtbewohner? Alles das sind Fragen zu einem Ort mitten in Salzburg, Fragen, die eben nicht allein durch die Politik beantwortet werden können.

Die Künstler zeigen in ihren Bildern den Platz nicht direkt. Sie spielen visuell mit Andeutung und Verbergen, mit den Gerüchten und Geschichten der Menschen am und rund um den Rehrlplatz.  

Text von Eva Jandl-Jörg

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